CMD und Arbeitsunfähigkeit – wenn Kieferprobleme den Arbeitsalltag unmöglich machen

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Kieferschmerzen, Kopfdruck, Schlaflosigkeit, Konzentrationsprobleme – und trotzdem funktionieren müssen. Viele Menschen mit Craniomandibulärer Dysfunktion erleben genau das über Monate oder Jahre. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem Arbeit zur täglichen Belastungsprobe wird.

Doch kann CMD tatsächlich arbeitsunfähig machen? Dieser Artikel bringt Klarheit in eine Frage, die viele betrifft – aber selten offen gestellt wird.

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CMD und Arbeitsunfähigkeit – wenn Kieferprobleme den Arbeitsalltag unmöglich machen

CMD wird für Betroffene zur Belastungsprobe im Alltag

Was ist CMD?

CMD ist kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein Sammelbegriff für Funktionsstörungen im Bereich des Kiefergelenks, der Kaumuskulatur und der beteiligten Nerven- und Muskelketten. Häufige Ursachen für CMD sind Stress, Zähneknirschen, Fehlbelastungen, Fehlstellungen oder chronische Muskelanspannung.

Typische CMD-Symptome sind:

  • Kiefer- und Gesichtsschmerzen

    schmerzhafte Kaumuskeln

  • Knacken oder Reiben im Kiefergelenk

  • eingeschränkte und/ oder schmerzhafte Mundöffnung

  • Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen

  • Schlafstörungen und morgendliche Erschöpfung

  • Konzentrationsprobleme und Angststörungen

Viele dieser Beschwerden wirken sich direkt auf die Arbeitsfähigkeit aus – besonders dann, wenn sie über längere Zeit bestehen.

Arbeitsunfähig wegen CMD - CMD ist ein Sammelbegriff für Funktionsstörung im Bereich des Kiefergelenks

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet eine Funktionsstörung des Kiefergelenks und der beteiligten Muskel- und Nervenstrukturen.

Wann wird CMD arbeitsrelevant?

Arbeitsunfähigkeit entsteht nach Deutschem Recht nicht durch eine Diagnose an sich, sondern durch eine funktionelle Einschränkung. Entscheidend ist also nicht, dass bei Jemandem CMD diagnostiziert wurde, sondern wie stark sie den Arbeitsalltag beeinträchtigt.

CMD kann arbeitsrelevant werden, wenn:

  • Schmerzen dauerhaft die Konzentration und Leistungsfähigkeit einschränken

  • Sprechen, Telefonieren oder längere Gespräche kaum möglich sind

  • Schlafmangel zu Erschöpfung, Reizbarkeit oder Fehleranfälligkeit führt

  • Kopf- und Nackenschmerzen Bildschirmarbeit unmöglich machen

  • Stress die Beschwerden weiter verstärkt und ein Teufelskreis entsteht

Wichtig:
Besonders problematisch ist CMD, wenn sie chronisch wird und sich mehrere Symptome gegenseitig verstärken.
CMD und Arbeitsunfähigkeit

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Welche Berufsgruppen sind besonders betroffen?

CMD kann grundsätzlich jede berufstätige Person treffen. In der Praxis zeigen sich jedoch Häufungen bei bestimmten Tätigkeiten:

  • Sprechintensive Berufe (Lehrer, Trainer, Vertrieb, Callcenter)

  • Berufe mit hohem Stressniveau (Führungskräfte, Pflege, Schichtarbeit)

  • Bildschirm- und Büroarbeit mit statischer Haltung (mehr über Computerarbeit & CMD lernen)

  • Präzisions- und Verantwortungsberufe, bei denen Konzentrationsfehler schwer wiegen

Je höher die geistige oder kommunikative Belastung, desto schneller wirken sich CMD-Symptome auf die Arbeitsfähigkeit aus.

Berufsgruppen die besonders von Arbeitsunfähigkeit durch CMD betroffen sind

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Kann man wegen CMD krankgeschrieben werden?

Ja. In Deutschland kann bei CMD eine Arbeitsunfähigkeit (AU) bescheinigt werden, wenn die Beschwerden die Ausübung der konkreten Tätigkeit verhindern.

Die Krankschreibung kann erfolgen durch:

  • den Hausarzt

  • Fachärzte (z. B. Schmerzmedizin, Orthopädie, Neurologie)

  • in bestimmten Fällen auch durch Zahnärzte, wenn der zahnmedizinische Bezug eindeutig ist

Bei kurzen, akuten Schmerzphasen handelt es sich oft um eine kurzfristige AU. Bei chronischer CMD mit starken Beschwerden kann die Arbeitsunfähigkeit jedoch auch länger andauern – insbesondere, wenn Schlaf, Psyche und Leistungsfähigkeit betroffen sind.

Patient wird arbeitsunfähig geschrieben wegen CMD

Bei starken CMD-Beschwerden kann eine ärztlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit notwendig sein – entscheidend ist nicht die Diagnose, sondern die funktionelle Einschränkung im Arbeitsalltag.

Wie reagieren Krankenkassen bei CMD und Arbeitsunfähigkeit?

Gesetzliche Krankenkassen prüfen nicht die Diagnose, sondern den Verlauf und die Plausibilität der Arbeitsunfähigkeit. Bei längeren Krankheitszeiten kann der Medizinische Dienst eingeschaltet werden.

Wichtig für CMD-Betroffene:

  • Beschwerden müssen gut dokumentiert sein

  • Behandlungsverläufe und Therapieversuche müssen ebenfalls dokumentiert und nachvollziehbar sein

  • Eine klare ärztliche Einschätzung der funktionellen Einschränkungen ist entscheidend

CMD-Behandlungen werden nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Für die Frage der Arbeitsunfähigkeit ist jedoch entscheidend, wie stark die Beschwerden den Alltag beeinträchtigen, nicht welche Therapieform gewählt wurde.

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Wiedereingliederung statt Dauerbelastung

Wenn sich die Beschwerden bessern, aber eine volle Rückkehr in den Arbeitsalltag noch nicht möglich ist, kann eine stufenweise Wiedereingliederung sinnvoll sein. Dabei wird die Arbeitszeit schrittweise erhöht, während die Person formal weiterhin als arbeitsunfähig gilt.

Gerade bei CMD kann das helfen, Rückfälle zu vermeiden und den Körper langsam wieder an Belastung zu gewöhnen.


Was Arbeitgeber wissen sollten

CMD ist keine „Bagatellerkrankung“ und kein Zeichen mangelnder Belastbarkeit. Es handelt sich häufig um eine Stress- und Belastung assoziierte Funktionsstörung, die durch Druck, Zeitstress und fehlende Pausen verschärft wird. Lernen Sie hier, wie Stress und CMD zusammenhängt: CMD und Stress

Unterstützend wirken:

  • flexible Arbeitszeiten

  • Reduktion von Sprech- oder Bildschirmzeiten

  • ergonomische Arbeitsplatzgestaltung

  • Verständnis für medizinisch notwendige Auszeiten

Ein früher, offener Umgang kann langfristige Ausfälle verhindern.

Fazit: CMD kann arbeitsunfähig machen – und sollte ernst genommen werden

CMD ist mehr als ein Kieferproblem. Sie kann den gesamten Körper, den Schlaf und die Leistungsfähigkeit beeinflussen. Wenn die Beschwerden den Arbeitsalltag spürbar einschränken, ist eine Arbeitsunfähigkeit medizinisch und rechtlich durchaus begründbar.

Für Betroffene gilt: Nehmen Sie Ihre Symptome ernst. 

Für Arbeitgeber: Nehmen Sie die Probleme Ihrer Mitarbeiter ernst. Denn unbehandelte CMD verschwindet nicht von selbst – und kostet am Ende oft mehr Kraft, Zeit und Lebensqualität als nötig.

Die gute Nachricht ist: CMD ist kein Schicksal, mit dem Sie sich abfinden müssen. Oft reichen kleine Anpassungen im Alltag, gezielte Entspannungstechniken und ein bewusstes Verhalten, um die Beschwerden deutlich zu lindern oder sogar ganz in den Griff zu bekommen.

Lesen Sie weiter im Artikel: Kann CMD geheilt werden?
Dr. Silke Raitarowsky

Über die Autorin

Dr. Silke Raitarowsky ist Zahnärztin mit eigener Praxis in Bad Homburg und spezialisiert auf die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD). Sie weiß aus eigener Erfahrung, wie belastend CMD sein kann – denn sie war selbst jahrelang betroffen.

Nach unzähligen Fortbildungen und intensiver Auseinandersetzung mit Fachliteratur gelang ihr der Durchbruch: Sie konnte ihre Beschwerden dauerhaft lindern – ganz ohne Schiene. Heute hilft sie anderen Betroffenen, ihre CMD zu verstehen, gezielt zu behandeln und wieder neue Lebensqualität zu gewinnen.

Dr. Raitarowsky hat ein eigenes, leitlinienkonformes Behandlungskonzept entwickelt, das fundiertes Fachwissen mit einer verständlichen, alltagstauglichen Anleitung kombiniert. In ihrer Praxis behandelt sie regelmäßig auch schwere Fälle – Menschen, die durch CMD arbeitsunfähig wurden, ihre Partnerschaft nicht mehr leben konnten oder sich völlig zurückgezogen hatten.

Sie ist außerdem Autorin des Buches „CMD verstehen und meistern“ sowie Entwicklerin des Online-Masterkurses „CMD heilen“, der Betroffene Schritt für Schritt durch ein ganzheitliches Selbstbehandlungsprogramm führt. Beide Angebote basieren auf ihrer langjährigen Erfahrung und vermitteln kompaktes Wissen in praxisnaher Form.

Mehr über Dr. Raitarowsky erfahren

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CMD und Arbeitsunfähigkeit – das sollten Sie noch wissen

  • Ja, CMD kann arbeitsunfähig machen, wenn die Beschwerden die konkrete berufliche Tätigkeit einschränken. Entscheidend ist nicht die Diagnose selbst, sondern ob Schmerzen, Schlafstörungen oder Konzentrationsprobleme das Arbeiten unmöglich machen.

  • Ja, man kann wegen CMD krankgeschrieben werden. In Deutschland ist eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung möglich, wenn CMD-Symptome wie Kiefer-, Kopf- oder Nackenschmerzen die Ausübung der Arbeit verhindern.

  • Eine CMD-Arbeitsunfähigkeit kann durch Hausärzte, Fachärzte (z. B. Schmerzmedizin, Orthopädie, Neurologie) und in bestimmten Fällen auch durch Zahnärzte bescheinigt werden, wenn der zahnmedizinische Zusammenhang eindeutig ist.

  • Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit bei CMD hängt vom Schweregrad ab. Akute Phasen führen oft zu kurzfristigen Krankschreibungen, während chronische CMD mit Schlaf- und Leistungsstörungen auch längere Ausfallzeiten verursachen kann.

  • Krankenkassen prüfen bei längerer CMD-Arbeitsunfähigkeit nicht die Diagnose, sondern die Plausibilität und den Verlauf. Wichtig sind eine gute Dokumentation der Beschwerden, ärztliche Befunde und nachvollziehbare Therapieversuche.

  • Besonders betroffen von CMD und Arbeitsunfähigkeit sind sprechintensive Berufe, Bildschirm- und Büroarbeit, Tätigkeiten mit hohem Stressniveau sowie Berufe mit hoher Konzentrations- und Verantwortungslast.

  • Ja, nach längerer Arbeitsunfähigkeit durch CMD kann eine stufenweise Wiedereingliederung helfen, Rückfälle zu vermeiden. Die Arbeitsbelastung wird schrittweise erhöht, während die betroffene Person medizinisch weiter begleitet wird.

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